Februar 2016

Februar 2016

Wenn ihr beten wollt und ihr habt einem anderen etwas vorzuwerfen, dann vergebt ihm, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen vergibt.
Markus 11,25

Jesus gibt diese Anweisung an seine Jünger weiter. Es ist eine der vielen Anweisungen, in denen Jesus über Vergebung spricht. Im Nachdenken über den Vers fielen mir recht schnell die Worte aus dem Vater Unser ein, wo es heißt: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.„ (Mt 6,12)
Auch hier ist es ein Zweiklang aus Vergebung gewähren und Verge-bung erfahren. Es wird eine aktive Handlung erwartet, bevor wir selbst zu Empfangenden werden können. Jesus gibt uns mit diesen Worten etwas, das uns von Lasten freimachen kann.
Wie oft tragen wir Lasten mit uns, die unsere Beziehungen und unser Leben erschweren?
Ist es da nicht hilfreich zu wissen, diese Lasten im Gebet abgeben und ablegen zu können. Wenn wir aufhören im Stillen Verletzungen, die uns von unseren Mitmenschen zugefügt wurden, mit uns herum zutragen und Vergebung zu gewähren, werden wir frei um Gottes Vergebung für unsere eigenen Verfehlungen zu erfahren. Wir be-freien uns nicht nur selbst von den Lasten, die wir meistens unseren Mitmenschen hinterher tragen, sondern auch von den Lasten, die wir uns durch unsere eigenen Sünden selbst aufgeladen haben, da uns diese von Gott vergeben werden. Wir können, wenn wir vergeben und wenn uns vergeben wird, befreit und leichter leben. Gott will uns freimachen von der Last unserer Sünden. Dazu müssen wir aber be-reit sein uns selbst freizumachen von den Dingen, die uns belasten und bedrücken. Ich wünsche mir und
uns allen, dass wir die befreiende Erfahrung der Vergebung
machen können.

Daniel D.