Aktuell

1. Oktober 2017
Leitung
Predigt Lutz Heidebrecht
Kollekte Mission / AMG Dankopfer

8. Oktober 2017
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Predigt
Kollekte AMG Dankopfer
Abendmahl

15. Oktober 2017
Leitung Helene Heidebrecht
Predigt Lutz Heidebrecht
Kollekte AMG Dankopfer

22. Oktober 2017
Leitung Tobias Dyck
Predigt Lukas Amstutz
Kollekte Mission / AMG Dankopfer
Beginn der Bibeltage

29. Oktober 2017
Leitung
Predigt Tobias Dyck
Kollekte Gemeinde
S.A.M.

Veranstaltungen während der Woche

Singkreis Sommerferien    
Jungschar Sommerferien    
Teenkreis Sommerferien    
Tetrapak Sommerferien    
Vorstand Montag 11.09.  

Flucht vor der Reformation - Täufer, Schwenckfelde

Bis zum 8. Juni zeigt das Haus der Heimat des Landes Baden- Württemberg in Stuttgart eine Ausstellung anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Reformation“. Einen ihrer drei Schwerpunkte bildet die Gruppe der Täufer, die im 16. Jahrhundert vom deutschen Südwesten nach Mähren zog. Inmitten der Vielzahl an Veranstaltungen zum Lutherjahr 2017 wirft die Ausstellung damit einen etwas anderen Blick auf die Reformation: Anpassung, Ketzertod - oder Emigration? Seit Beginn der Reformation blieben nur diese Alternativen, wenn der eigene Glaube nicht mit der vor- herrschenden Lehre konform ging. Religiöse Grundsätze bedingen Ein- stellungen zu Sozialordnung, Verständnis von Eigentum, Haltungen ge- genüber Regierenden. Damit war (und ist noch heute) der Konflikt mit den Obrigkeiten vorprogrammiert. Zur Flucht aus Glaubensgründen wurden in Südwestdeutschland über die Jahrhunderte hinweg etliche Gruppierungen getrieben. Umgekehrt war das evangelische Württemberg sicherer Hafen und neue Heimat für verfolgte Flüchtlinge aus anderen Regionen.

Zeitgleich mit der Reformation verbreitete sich vor 500 Jahren eine revolu- tionäre Idee: Religion kann unterschiedlich ausgelegt und individuell prak- tiziert werden. Diese Forderung nach Freiheit stieß an ihre Grenzen, als der Glaube zur Staatsangelegenheit wurde. Erst in langen, kontroversen Aushandlungsprozessen entwickelten sich mehrheitlich anerkannte Kon- fessionen. Abweichler wurden ausgegrenzt, Querdenker ausgebremst. Am 20. oder 21.5.1527 – hier widersprechen sich die Quellen - wurde in Rottenburg am Neckar dem „Erzketzer“ Michael Sattler der Prozess ge- macht: Nach dem Schiedsspruch der Richter sollte er dem „Henker in die Hand“ kommen. Nach grausamer Folter wurde er „zu Pulver verbrannt“. Seine Glaubensbrüder und -schwestern, die Täufer, wurden verfolgt. Männer starben durch das Schwert, Frauen wurden ertränkt. Viele der Überlebenden verließen den deutschen Südwesten und zogen nach Mäh- ren.

Radikale Revolutionäre: Die Täufer

Für die Täufer stellten die Lehren der Reformatoren eine „Verführung“ dar, die nicht den richtigen Weg wies. Die wortgetreue Umsetzung des Textes des Neuen Testaments im täglichen Leben bildete den Kern ihres Glau- bens. Von zentraler Bedeutung war dabei eine bedingungslose Gewaltlo- sigkeit, auch die Ablehnung legitimierter Staatsgewalten.

Der Konflikt mit etablierten Obrigkeiten, und dazu gehörten auch die sich reformierenden Kirchen, war unvermeidlich. Ihre Flucht vor der Reformati- on führte die Täufer gen Osten. Im für sie vergleichsweise sicheren Mäh- ren realisierten sie die Utopie einer Gemeinschaft ohne Familienstruktur und ohne Privateigentum. Ihr Rückzug aus der Gesellschaft fand letztlich auch geografisch statt.

In der Ausstellung im Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg werden die Besucher Zeugen der Gerichtsverhandlung gegen Michael Sattler. Studierende der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellen- de Kunst Stuttgart haben Anklage und Verteidigungsrede aus dem histori- schen Prozessbericht eines Augenzeugen zu einem Hörspiel verarbeitet. Die Multimedia-Station ist Teil des Ausstellungsschwerpunkts Die Täufer. Er wurde im Rahmen einer Lehrveranstaltung in Zusammenarbeit mit Stu- dierenden der Eberhard Karls Universität Tübingen entworfen.

Als weitere Themenfelder stehen der schlesische Laientheologe Caspar Schwenckfeld von Ossig und die Pietisten im Zentrum der Ausstellung. Informationen zum Rahmenprogramm und zu Führungen werden im In- ternet unter www.hdhbw.de veröffentlicht.

Ausstellungsdauer: noch bis zum 8. Juni 2017

Ausstellungsort :Haus der Heimat d. Landes Baden-Württemberg
Schlossstraße 92, 70176 Stuttgart

Öffnungszeiten: Mo, Di, Do 9.00 - 15.30 Uhr, Mi 9.00 - 18.00 Uhr
an gesetzlichen Feiertagen geschlossen


Der Eintritt zur Ausstellung ist frei,
kostenfreie Führungen können
telefonisch unter 0711 - 6 69 51 0 gebucht werden.

Vorstellung von Träger-und Gebetskreis für Mission

Es gibt seit vergangenen Herbst einen Trägerkreis für den Missionsdienst von Katja und Matthias Bachmann. Im Trägerkreis arbeiten Birgit Schnei- der, Karin Stegmeyer, Jan Hölzel, Jakob Janzen und Daniel Dettweiler mit. Die Aufgabe des Trägerkreises ist vor allem die organisatorische Be- gleitung der Missionsarbeit in der Gemeinde und im Kontakt mit der Lie- benzeller Mission und dem Deutschen mennonitischen Missionskomitee. Der Trägerkreis verteilt aktuelle Informationen und die regelmäßig er- scheinenden Rundbriefe. Seit Kurzem gibt es eine kreativ gestaltete Info- tafel, mit einer Karte von Sambia im Gemeindesaal.

Als Gemeinde sind wir stolz und froh darüber zwei Geschwister aus uns- rer Mitte in einem so wichtigen Dienst zu wissen. Und dennoch, sie sind auch weit weg und nicht mehr hier, dass stimmt uns immer wieder weh- mütig.
Als kleiner Kreis aus der Gemeinde treffen wir uns ca. alle 8 Wochen um für die Beiden zu beten. „Deshalb hörten wir nicht auf, für euch zu beten, seit wir zuerst von euch erfahren haben. Wir bitten Gott, euch Einsicht für das zu schenken, was er in eurem Leben bewirken will, und euch mit Weisheit und Erkenntnis zu erfüllen“. Dieser Vers aus Kolosser 1, 9 ist nur ein kurzer Ausschnitt aus den Inhalten unserer Gebete. Wir bitten, danken und tauschen uns aus. Wir sind dankbar durch unseren Glauben an Gott wesentlich mehr Möglichkeiten zu haben, uns mit ihnen verbunden zu wissen, als nur über Internet, Telefon und Brief.

Falls du jetzt denkst, da wäre ich auch gerne dabei, kannst du dich gerne an Anna Dyck wenden.

Neues von Bachmanns

Anfang des Jahres sind Katja und Matthias aus dem LM Haus in eine kleine Wohnung umgezogen. Sie genießen es in ihre Wohnung Freunde ein- zuladen.
Im Februar erhielt Katja einen zweiwöchigen Kurs für das Erlernen einer nicht katalogi- sierten Sprache. Sie bekam viele Anregungen und konnte auch die ersten Worte Bemba lernen. Bemba wird in Sambia
gesprochen. Matthias studiert weiter Theologie.

Beide sind aktiv in der Filipino Gemeinde und arbeiten jeweils von Don- nerstag bis Sonntag bei Suppenküche, Jugendstunde und Gottesdienst mit. Sie verbringen auch außerhalb der geplanten Veranstaltungen viel Zeit mit den Jugendlichen und Erwachsenen dieser Gemeinde.
Mittwochs sind Katja und Matthias im Matthew House. Sie kochen für die Bewohner, essen mit ihnen gemeinsam und knüpfen Kontakt. Das Matthew House ist eine Flüchtlingserstaufnahme für Flüchtlinge aus aller Welt, die in Canada einen Asylan-

trag stellen. Viele Bewohner kommen aus afrikanischen Län- dern, was für Bachmanns sehr willkommen ist. Im Matthew House sollen die Flüchtlinge si- chere Unterkunft und Hilfe bei der Orientierung in der neuen Umge- bung bekommen. Sie sollen Got- tes Liebe erleben und neue Hoff- nung schöpfen. Mehr Informatio- nen unter www.matthewhouse.ca


Die Vorbereitungszeit in Canada ist schon bald zu Ende. Am 19. Mai werden sie nach Deutschland zurückkehren. Am 18. Juni werden Bach- manns im Gottesdienst sein. Wer sie unter der Woche einladen möchte, macht dies per E-Mail direkt mit ihnen aus.
Adresse: bachmanns-in-sambia@gmx.net

Nun aufwärts froh den Blick gewandt

So fängt das im letzten Gemeindebrief schon zitierte Lied an.Den Blick aufwärtsWir wollen den Blick aufwärts richten zu unserem HERRN! ER baut Ge- meinde. Ja, ER baut durch uns oder, wie ein Bekannter unlängst sagte, ER handelt „in“ unseren Schuhen. Aber, ER baut.Den Schritt vorwärtsVorwärts ist immer gut. „Wer kennt die Wege, wer das Ziel?“ heißt es auch hier passend in einem Lied. Kann man das, nach oben sehen und vorwärts gehen? Genau das sagt das Lied aus. Vorwärts können wir NUR gehen, wenn wir den Blick nach oben richten. Nur wenn wir den Blickkon- takt zu unserem HERRN aufrechterhalten, können wir vorwärts gehen.Im letzten Gemeindebrief lag ein Blatt mit der Frage nach dem Schönen, Guten in der Gemeinde. Da ging es um das, was uns gefällt, was wir fort- führen möchten.
Ihr habt vergessen, diesen wichtigen Zettel auszufüllen? Im Gemeinde- haus liegt er weiter aus. Nehmt ihn mit. Es ist gut, den ersten Zettel aus- zufüllen, bevor man mit dem zweiten beginnt. Wir würden gerne bis Ende Juni alle Antworten der Fragebögen sammeln.

Gemeinde mit Zukunft! Gemeinde hat Zukunft. Das haben wir im März Gemeindebrief bereits anklingen lassen. Diese SICHERE Zukunft liegt darin begründet, dass Gemeinde von lebenden Zeugen und Jüngern Je- su, durch den Heiligen Geist gegründet und bis heute geleitet wurde.

Dieses Mal geht es um die Dinge, die Dir in unserer Gemeinde fehlen, zu viel sind, Deiner Meinung nach geändert oder verbessert werden müss- ten. Es ist immer gut, das Gute, das was gefällt im Hinterkopf zu haben, wenn man überlegt, was fehlt, was verändert werden sollte.


Lass dir Zeit. Bete darüber. Fülle den Fragebogen aus.


Lieben Gruß AK „Gemeindeentwicklung“ - Gemeinde mit Zukunft